Reinbek sollte weiter auf Wachstum setzen!

Reinbek sollte weiter auf Wachstum setzen, weil zusätzliche Einwohner bitte nicht nur mit mehr Verkehrsaufkommen in Verbindung gebracht werden sollten, sondern vor allem als Bereicherung für die Stadt gesehen werden müssen. Aufgrund der Nähe zu Hamburg ist die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern in Reinbek groß. Diejenigen, die bereits ein Domizil in Reinbek glücklicherweise erworben haben, sollten anderen diese Möglichkeit nicht verwehren. Wer sich für weiteres Wachstum ausspricht, trägt auch dazu bei, dass die vorhandene Infrastruktur erweitert oder zumindest in dem bisherigen Umfang gehalten werden kann.

Typisch Reinbek ist für mich: Schloß, St. Adolf Stift, Heimat

6 Kommentare

  1. Bei allem Verständnis für ein Wachstum, es gibt auch ein Wachstum mit Grenzen. Sie werden allzu gerne verschwiegen und wurden oft in der Vergangheit vernachlässigt:
    1. Die Auswirkungen auf die verkehrliche Infrastuktur werden oft verniedlicht (Beipiel: neue Supermärkte). Die verkehrliche Anbindung muß daher noch vor einer Bebauung geklärt, berechnet und mit Kosten nachgewiesen werden.
    2. Die Auswirkungen auf Kindergärten und Schulen müssen einkalkuliert sein. Es kann nicht sein, dass notwendige Sanierungsmaßnahmen in Schulen, Kindergärten aufgrund knapper Kassen stets verschoben werden.
    3. In die Erschließung neuer Bauvorhaben sollte daher eine besondere, zweckgebundene Umlage für die soziale Infrastruktur einkalkuliert und berechnet werden (Schulen, Kindergärten etc.).
    4. Die Erweiterung von Baugebieten führt auch zu einer Verteuerung/Inflation der Baukosten/Grundstückspreise bei, so dass sozial schwache Bürger kein Eigentum bilden können. Die Ausweisung neuer Baugebiete sollte daher auch diesen Aspekt berücksichtigen und preiswerte Grundstücke für junge Familien aus Reinbek und für sozial schwache Bürger vorsehen.

  2. Weiteres Wachstum wird nur dann nicht mit mehr Verkehrsaufkommen in Verbindung gebracht, wenn in Reinbek dadurch kein weiteres Verkehrsaufkommen zu erwarten ist! Wenn jede neue Wohnung und jedes neue Haus weitere 1-2 zusätzliche KFZ bedeuten, dann wird die Situation weiter verschärft. Mehr Lärm, mehr Schadstoffe, weniger Freiflächen, weniger Lebensqualität. Neue Verkehrskonzepte, den Fahrzeugbestand emissionsfreier machen und reduzieren sind deshalb als dringende Maßnahmen gefragt, wenn man sich für bauliches Wachstum ausspricht.

    Der Gedanke, dass nur weiteres Wachstum für ein Halten der Infrastruktur sorgen kann ist in unser Gesellschaft in vielen Bereichen überholt. Suffizienz ist das Gebot. Dann kann es heißen: willkommen in Reinbek liebe Bürger.

  3. Es ist aus meiner Sicht traurig, wenn jemand wie Herr Wendland, der es als Politiker eigentlich besser wissen müsste, für Wachstum plädiert um die Reinbeker Schulen auszulasten. Die Zahl der Kinder in Reinbek beträgt ohne nennenswerte Neubaugebiete konstant 220 pro Geburtsjahrgang. Alle Kindergärten und Schulen haben die Grenze Ihrer Aufnahmekapazitäten erreicht. Wir planen mit Erweiterungen und Neubauten in Reinbek um die vorhandenen Kinder unterzubringen. Wer dann noch auf zusätzliches Bevölkerungswachstum setzt, führt Reinbek in ein finanzielles Chaos.
    Durch den Genrationswechsel werden in Reinbek jährlich ca. 200 Bestandswohnungen frei, ausreichend Möglichkeit also für junge Familien nach Reinbek zu ziehen. Das passiert ja auch in vielen Ortsteilen (z.B. Hinschendorf) bereits.

  4. Lieber Herr Rasch,
    sie leben in einer Wohlfühl-Oase die sie erhalten wollen. Sie Als Politiker haben auch eine Verantwortung den Bürgern gegenüber die nicht ihr Wählerklientel sind. Die 200 Bestandswohnungen sind nicht Wohnungen die bezahlbar sind sondern das sind größtenteils Wohnungen die vererbt werden oder Wohnungen die in einer höheren Mietsequenz sind. Stillstand ist Rückschritt. Finanzielles Chaos entsteht nicht aus Zuzug von Mehr Personen. Das sollten sie wissen und ich glaube Sie wissen es auch.

  5. Dachte eigentlich die Ideenwerkstadt ist ein Dialogmodell für die Reinbeker Bürger.Können sich die örtlichen Politiker nicht im Rathaus austauschen?
    Reinbek darf kein Norderstedt werden, Wachstumswahn produziert nur Verlierer

  6. Wir haben hier eine Chance zum Dialog, für und wider von Themen und Ideen.
    Es liegt an uns, den Bürgern von Reinbek, etwas aus dieser Chance zu machen.
    Ob Anonym oder mit Realnamen, es geht um den Inhalt der Argumente.

    Stichwort Norderstedt: ich glaube es wird den Norderstedtern nicht gerecht, diese pauschal als Nur-Verlierer zu bezeichnen. Dort leben Menschen auch gern und es ziehen Menschen ganz freiwillig hin. Auch erfolgreich scheint das Konzept von Ahrensburg zu sein. Warum sollte Reinbek sich den Chancen von neuem Gewerbe und neuen Steuerzahlern verschließen?

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