Verkehrskonzept für östl. Hamburger Umland

In Planung bzw. Vollendung befindliche Neubaugebiete in Reinbeks Umgegend werden die Verkehrssituation vor Ort und im Umland erheblich verschärfen. Dass sie bereits heute als belastend empfunden wird, zeigt sich in vielen Ideen und Kommentaren dieses Stadtchecks.
Der ADFC Reinbek fordert die Stadt und seine Politiker auf, sich gemeinsam mit den Nachbargemeinden für ein übergreifendes \“Verkehrskonzept östliches Hamburger Umland\“ einzusetzen.
Der motorisierte Individualverkehr steht aufgrund der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung in der Metropolregion bereits heute kurz vor dem Kollaps. Jeder Neu- oder Ausbau von Straßen schafft nur noch weitere Räume für noch mehr stauende Autos. Darum sollte der gleisgebundene ÖPNV zum Basisträger der individuellen Mobilität über die Mitteldistanz entwickelt werden,
Dank der S-Bahnlinie 21 sind die Ortsteile Alt-Reinbek und Krabbenkamp bereits heute gut erschlossen. Engere Taktung, die Ausweitung der Tarifgrenze bis Aumühle, Komfort, Pünktlichkeit, ganztägige Fahrradmitnahme, Sauberkeit und Sicherheit bleiben zu lösende Aufgaben.
Mittels Reaktivierung/Ausbau des Industriebahngleises Glinde-Tiefstack-HH-Hbf ließen sich auch die Ortsteile Schönningstedt, Neuschönningstedt und Ohe relativ kostengünstig über den stillgelegten Bahnhof Glinde an das U/S-Bahnnetz des HVV anschließen.
Und sogar die U-Bahnstation Mümmelmannsberg lässt sich per Fahrrad über eine verkehrsarme Route durch Wald und Feld gut erreichen (ca. 7 km ab K80).
Wer sich fit genug fühlt, radelt ab dort einfach weiter auf der Veloroute 8 bis zum Hamburger Rathausmarkt (ca. 18 km).

In und zwischen den Reinbeker Ortsteilen können Fahrrad und Busse (ev. Ringlinie?) einen maßgeblichen Anteil der lokalen Verkehrslast übernehmen. Die Entfernungen von max. 5 km sind ideale Fahrraddistanzen. Und das hügelige Billetal verliert dank E-Bikes auch viel von seinem Schrecken. Ebenso der Großeinkauf, der sich mittels moderner (E-)Lastenräder problemlos bewältigen lässt. Und wer kein (Lasten-)Rad besitzt, leiht sich eins bei STADTRAD aus, …. die irgendwann auch in Reinbek vertreten sind.

Was bleibt? – Die konsequente Umsetzung des \“Reinbeker Radverkehrskonzepts\“, das Vorschläge für eine sichere und komfortable Fahrrad-Infrastruktur macht.

Fazit: In Reinbek bräuchte man in Zukunft fast kein Auto mehr!

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